Deckungsbeitrag
Als Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit spiegelt der Deckungsbeitrag die weitgehend kurzfristig verfügbaren Bestandteile des Betriebsergebnisses wider. Er errechnet sich aus dem Rohertrag abzüglich Personalkosten, d.h. abzüglich Personalaufwand und kalkulatorischer Unternehmerlohnsumme.
Dienstleistungsaufwand
Aufwendungen für Dienstleistungen (inkl. sonstige betriebliche Aufwendungen), z.B. Postgebühren, Bankspesen, Beiträge zu Versicherungen und Wirtschafts- organisationen, Transportkosten, nicht aktivierte Instandhaltungs- und Reparatur- leistungen, Kosten für EDV-Fremdleistungen, Rechts-, Steuer-, Wirtschaftsberatung, Ingenieurleistungen, Werbung, Leiharbeitnehmer, Bewachung, Reinigung, Gebühren für Patente, Warenzeichen und Lizenzen, Tantiemen für Aufsichtsratsmitglieder usw.
Disagio
Disagio ist ein Abschlag (Abzug) vom Darlehensbetrag, der bei der Kreditaufnahme vereinbart werden kann. Der tatsächlich zur Verfügung gestellte Darlehensbetrag ist um diesen Abschlag reduziert. Das Disagio ist dann wie ein einmaliges Entgelt.
Grund eines Disagios ist die Vereinbarung eines niedrigen Zinssatzes, wodurch die spätere Belastung bei der Rückzahlung geringer gehalten werden kann. Außerdem kann der Betrag des Disagios im Jahr der Auszahlung und bei Erfüllung der Rahmenbedingungen steuerlich geltend gemacht werden.
Distribution
Die Distribution umfasst alle Maßnahmen, um ein marktfähiges Produkt oder eine marktfähige Dienstleistung zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge an den Ort der Nachfrage zu bringen. Dabei lassen sich diese Maßnahmen in drei Gruppen einteilen:
Der Aufbau und die Ausgestaltung der Organisation, mit deren Hilfe der Markt bearbeitet werden soll.
Die Auswahl der Vertriebs- oder Absatzwege, über die eine Leistung zu den Endverbrauchern gelangt.
Die Lösung der Transportprobleme, die im Zusammenhang mit der Warenbewegung auftreten
Doppelte Buchführung
Sind Sie zur doppelten Buchführung verpflichtet, müssen Sie zu Beginn der Tätigkeit eine Inventur durchführen und eine Eröffnungsbilanz erstellen. Bei der Inventur sind alle Wirtschaftsgüter des Betriebes körperlich und wertmäßig zu erfassen und in ein Verzeichnis (Inventar) einzutragen. Zum Ende des Geschäftjahres müssen Sie wieder ein solches Inventar und eine Schlussbilanz erstellen. Ebenso wie bei der Einnahmen- Überschussrechnung sind ein Wareneingangs- und Warenausgangsbuch zu führen. Außerdem müssen alle baren Zahlungsvorgänge in einem Kassenbuch festgehalten werden.
Bei der doppelten Buchführung werden alle Geschäftsvorfälle auf Konten verbucht, einmal im Soll und einmal im Haben. Hierfür gibt es Kontenpläne die für jeden Betrieb aus den verschiedenen Kontenrahmen seines Wirtschaftszweiges entwickelt werden. Ein Kontenplan ist das Gliederungsschema aller relevanter Konten, er enthält nur die für die Unternehmung tatsächlich nötigen und von ihr geführten Konten. Für jede Branche gibt es eigene Kontenrahmen. Die drei wichtigsten sind:
- Kontenrahmen für den Einzelhandel
- Kontenrahmen für den Groß- und Außenhandel
- Gemeinschaftskontenrahmen für die Industrie
Die doppelte Buchführung soll den periodengerechten Gewinn ermitteln. Aus diesem Grund müssen auch Periodenabgrenzungen vorgenommen, Rückstellungen gemacht und Forderungen oder Verbindlichkeiten verbucht werden. Im Gegensatz zur Einnahmen- Überschussechnung sind also nicht nur die tatsächlichen Zahlungsströme relevant.