Glossar | Buchstabe - A -

Abschreibung

Unternehmer können Investitionen in unbewegliche und bewegliche Wirtschaftsgüter über Abschreibungen wie zum Beispiel die Absetzung für Abnutzung (AfA) absetzen. Mehr...

AfA - Tabellen

Die vom Bundesfinanzministerium herausgegebenen AfA-Tabellen enthalten die nach Wirtschaftszweigen gegliederte durchschnittliche Nutzungsdauer von beweglichen Wirtschaftsgütern. Sie sind damit für die Bemessung der Absetzung für Abnutzung (AfA) maßgeblich. Mehr...

AG

Eine Aktiengesellschaft (AG) ist eine privatrechtliche Ausgestaltung einer Gesellschaft als Unternehmensform, bei der das Gesellschaftsvermögen (Grundkapital/Aktienkapital) in Aktien aufgeteilt ist. Neben der GmbH und der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) gehört sie zu den Kapitalgesellschaften.

AGB (allgemeine Geschäftsbedingungen)

In den AGB legt der Verkäufer die konkreten Bedingungen fest, zu denen ein Vertrag wirksam wird, zum Beispiel die Gewährleistung oder Haftung des Verkäufers bzw. Herstellers. Die Vorschriften zu den AGB verhindern, dass die Vertragspartner unangemessen benachteiligt werden. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit kann nichtausgeschlossen werden. Die AGB müssen klar verständlich formuliert sein. Die Formulierung muss sich am Kundenkreis orientieren (Verbraucher, Unternehmer, evtl. sehbehinderte Kunden). Bei elektronischen Geschäftsabschlüssen müssen die AGB rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden,der Vertragspartner muss sie bei Vertragsschluss abrufen und speichern können. Für viele Branchen gibt es standardisierte AGB, die die Wirtschaftsverbände ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Sie können nicht immer unverändert übernommen werden, da sie nicht unbedingt auf die konkreten Geschäftsabläufe des einzelnen Unternehmens passen.

AIDA-Formel

Die AIDA-Formel unterteilt den Verkaufsprozess vom ersten Kundenkontakt bis zur Kaufentscheidung des Kunden in vier verschiedene Phasen. Für jede dieser Phasen lassen sich geeignete Maßnahmen entwickeln. Mehr...

Akquise

Steht für die unternehmerische Aufgabe, neue Kunden und Aufträge zu gewinnen. Akquise kann z.B. durch Telefonaktionen oder Mailings durchgeführt werden, möglich ist auch, Werbeanzeigen in den Medien zu schalten oder auf Messeständen das Publikum direkt anzusprechen.

Aktiva

Summe der Vermögensgegenstände eines Unternehmens. Die Aktivseite einer Bilanz umfasst das betriebliche Vermögen, unterteilt in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Die Summe der Aktiva in der Bilanz muss immer gleich der Summe der Passiva sein.

Alleinstellungsmerkmal

Unter dem Alleinstellungsmerkmal oder USP (englisch: unique selling proposition) bezeichnet man im Marketing und der Verkaufspsychologie das Leistungsmerkmal, wodurch sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt. Die herausragende Eigenschaft eines Produktes oder eines Markenartikels, mit der ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz verbunden ist, kann zum Beispiel im Preis, in der Formgebung, in besonderen technologischen Eigenarten oder dem Service etc. begründet sein. Das Alleinstellungsmerkmal ist typischerweise die Grundlage einer Werbekampagne für ein Produkt. Die Bereitstellung eines echten Alleinstellungsmerkmals stellt die zentrale Herausforderung für die Produktpolitik im Marketing dar, weil der Kunde ohne ein solches Unterscheidungsmerkmal keine Identifikation mit der Leistung aufbauen kann, sondern darauf abzielen wird, das Angebot über den besten Preis zu erwerben.

Anlage A und B der Handwerksordnung

Die Anlagen A und B der Handwerksordnung sind in drei Unterbereiche aufgeteilt: A) Verzeichnis der Gewerbe mit Meisterpflicht B1) Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe, (keine Meisterpflicht - handwerks- ähnliche Gewerbe B2) Verzeichnis der zulassungsfreien Gewerbe, (keine Meisterpflicht - zulassungsfreie Handwerksgewerbe) Eine komplette Aufstellung der entsprechenden Berufsgruppen finden Sie im Dokumentenbereich des Infoportal.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen umfasst alle diejenigen Vermögensgegenstände, die dem Geschäftsbetrieb auf Dauer dienen. Dazu gehören insbesondere immaterielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel ein Geschäfts- oder Firmenwert, Sachanlagen (wie Grundstücke, Gebäude, Anlagen und Maschinen, zudem Betriebs- und Geschäftsausstattungen) sowie Finanzanlagen (zum Beispiel Beteiligungen oder Wertpapiere, die sich im Bestand des Unternehmens befinden).

Arbeitgebersozialbeiträge

Sozialaufwendungen des Arbeitgebers. Dazu gehören sowohl gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben als auch sonstige Sozialaufwendungen auf freiwilliger, tariflicher oder einzelvertraglicher Basis (z.B. direkte Zuwendungen, Beihilfen und Zuschüsse im Krankheitsfalle, Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung, Beiträge zur Aus- und Fortbildung).

Arbeitnehmerüberlassung

Von Arbeitnehmerüberlassung - häufig auch als Leiharbeitsverhältnis bezeichnet - wird gesprochen, wenn ein selbständiger Unternehmer (Verleiher) einen Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer), mit dem er einen Arbeitsvertrag geschlossen hat, vorübergehend oder dauernd an einen anderen Unternehmer (Entleiher) "ausleiht". Das Arbeitsverhältnis zwischen dem Verleiher und dem Leiharbeitnehmer besteht fort; jedoch steht dem Entleiher ein Direktionsrecht zu, d. h. der Leiharbeitnehmer unterliegt dessen Weisungen.

Arten der Handelsvertretertätigkeit

Der Einfirmenvertreter wird für ein einziges Unternehmen tätig. In der Regel verfügt dieses Unternehmen über ein so vielfältiges Sortiment, dass er damit voll ausgelastet ist. Ein Mehrfirmenvertreter vertritt hingegen mehrere Firmen mit verschiedenen Produkten. Um Interessenkonflikte auszuschließen, darf er keine Produkte miteinander konkurrie- render Unternehmen vertreten (Konkurrenzverbot). Der Vermittlungsvertreter ist lediglich mit der Vermittlung von Geschäften betraut, der Abschlussvertreter kann den Vertragsschluss im Namen des Unternehmers selbst herbeiführen. Bezirksvertretern ist ein bestimmter Bezirk oder ein bestimmter Kundenkreis vom Unternehmer fest zugewiesen. Sie haben auch dann Anspruch auf Provision, wenn ohne ihre Mitwirkung im Bezirk Verträge abgeschlossen werden. Alleinvertreter ist ein Bezirksvertreter, dem sein Unternehmen zusätzlich eine erhöhten Kundenschutz einräumt. Der Alleinvertreter hat Anspruch darauf, dass die von Ihnen vertretende Firma in Ihrem Bezirk weder selbst noch durch andere Beauftragte tätig wird.

Asset-Deal

Grundform des Unternehmenskaufs, bei dem die Vermögensgegenstände einzeln übertragen werden. Anwendungsbereiche sind der Verkauf einzelkaufmännischer Unternehmen und die Veräußerung von Unternehmens- oder Betriebsteilen (Teilbetrieben). Singularsukzession. Den Gegensatz zum Asset-Deal bildet der sog. Share-Deal.

Aufwand

Der in Geldeinheiten ausgedrückte Werteverzehr, der während einer Abrechnungsperiode in einem Betrieb anfällt (z.B. Rohstoffverbrauch in der Produktion).

Ausgaben

Geschäftsvorfälle, die den Zahlungsmittelbestand verringern (z.B. Barkauf von Büromaterial).

Außenstände

Als Außenstände bezeichnet man alle Geldforderungen insgesamt, die ein Unternehmer zu verzeichnen hat. Außenstände sind also alle offenen, noch nicht bezahlten Rechnungen für Produkte, Waren oder Leistungen insgesamt, die man verkauft bzw. erbracht hat.

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