Glossar | Buchstabe - B -

Bankdarlehen

Darlehen zu banküblichen Zinsen, bei dem der Darlehensbetrag in einer Summe bereitgestellt wird. Die Rückzahlung erfolgt in festgelegten Raten oder in einer Summe am Ende der Laufzeit. Ein Darlehen kann langfristig (ab 4Jahre Laufzeit), mittelfristig (ab 6 Monate) oder kurzfristig (bis 6 Monate) sein. Das Bankdarlehen ist ist in der Regel günstiger als der Kontokorrentkredit.

Bankübliche Besicherung

Hierzu zählen z. B. Grundschulden, Sicherungsübereignung von Maschinen, Bürgschaften (einschließlich Bürgschaften von Bürgschaftsbanken oder Kreditgarantiegemeinschaften). Form und Umfang der banküblichen Sicherheiten werden im Rahmen der Kreditverhandlungen zwischen der/dem Kreditnehmer/in und ihrer Hausbank vereinbart.

Baunutzungsverordnung

Bei der Standortwahl sind gesetzliche Vorschriften und Auflagen zu beachten. In der Baunutzungsverordnung sind u. a. folgende Bebauungsgebiete definiert: - Wohngebiete - Mischgebiete - Kerngebiete - Gewerbe-, Industrie- und Sondergebiete In Wohngebieten sind nur „nicht störende und der Versorgung des Gebietes dienende Betriebe“ zulässig. Dazu zählen insbesondere Einzelhandelsgeschäfte sowie Gaststätten. In Misch- und Kerngebieten dürfen auch Geschäfts- und Bürobetriebe angesiedelt werden. Gewerbegebiete dienen dagegen vorwiegend der Unterbringung von „nicht erheblich belästigenden Gewerbebetrieben“. Industriegebiete dienen ausschließlich der Unterbringung von Gewerbebetrieben aller Art, vor allem solchen, die in anderen Baugebieten nicht zulässig sind. Für Sondergebiete wird festgelegt, wie diese genutzt werden können. Daneben sind bei der Standortwahl unter Umständen auch Umweltschutzvorschriften zu berücksichtigen.

Bedarfsanalyse

Am Anfang aller Überlegungen sollte die Frage stehen, ob ein Produkt überhaupt marktfähig ist. Wer wäre aufgrund welcher besonderen Vorteile am Kauf interessiert. Durch eine Bedarfsanalyse läßt sich die Marktreife eines Produktes oder der Dienstleistung überprüfen. Diese Untersuchung können Sie selbst vornehmen (Primärforschung), indem Sie zum Beispiel Befragungen im Umfeld Ihres geplanten Standortes durchführen. Sie können sich aber auch zahlreicher statistischer Daten bedienen, die zum Beispiel von den Statistischen Landesämtern, Gemeinden, Forschungsinstituten, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Verbänden oder Ihrer IHK herausgegeben werden (Sekundärforschung). Selbstverständlich können Sie eine solche Analyse auch in Auftrag geben, was dann allerdings mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sein kann. Durch die Bedarfsanalyse können Sie unter anderem feststellen, ob für Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung ein regelmäßiger oder nur ein phasenweiser Absatz möglich ist (zum Beispiel saisonal bedingt) und sie erhalten Aufschluss darüber, ob es sich um einen langfristigen Bedarf handelt oder einen zeitlich befristeten und welche besonderen Verkaufsmerkmale Ihr Produkt hat, die gegebenenfalls besonders umworben werden können.

Beherbergungsbetrieb

Bei den Beherbungsbetrieben unterscheidet man zwischen den folgenden Auprägungen: - Hotel - Hotel garni - Hotelpension / Pension / Fremdenheim - Gasthof - Motel - Aparthotel - Boardinghouse - Kurhotel - Kurheim

Beiträge

Im Gegensatz zu Steuern sind Beiträge staatliche Abgaben, die einer gesetzlich festgelegten Verwendung dienen. Die bekanntesten dieser Beiträge sind die zu den gesetzlichen Sozialversicherungen sowie die Kammerbeiträge.

Berufsgenossenschaft

Die deutschen Berufsgenossenschaften sind die für die gesetzliche Unfallversicherung zuständigen Sozialversicherungsträger. Sie versichern Berufstätige gegen die Risiken Arbeitsunfall und Berufskrankheit. Sie haben die Aufgabe, - Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten mit allen geeigneten Mitteln zu verhüten (Prävention) - Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Versicherten nach einem Arbeitsunfall oder dem Eintritt einer beruflich bedingten Erkrankung mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen (Rehabilitation) - Versicherte oder deren Hinterbliebene gegebenenfalls finanziell durch Geldleistungen zu entschädigen (Kompensation).

Betriebliche Steuern und Abgaben

Gewerbesteuer, Verkehrssteuern (z.B. Kraftfahrzeugsteuer und Versicherungssteuer), Vergnügungssteuer und Verbrauchssteuern, soweit sie im Geschäftsjahr tatsächlich anfallen. Bei den Verbrauchssteuern (Bier-, Schaumwein-, Tabak-, Mineralölsteuer, Branntweinaufschlag) sind unabhängig von der Zahlung die Beträge erfasst, die das Unternehmen auf selbsterstellte verbrauchssteuerpflichtige Erzeugnisse schuldet. Nicht hierher gehören z.B. Umsatzsteuer, Einkommen- und Körperschaftssteuer.

Betriebsergebnis

Ergebniss des betrieblichen Leistungsprozesses (Gewinn oder Verlust). Das Betriebsergebnis wird durch die Gegenüberstellung von Kosten und Betriebserträgen (aus der rein betrieblichen Tätigkeit hervorgehende Erträge) ermittelt.

Betriebsmittel

Materielle Güter, die zur Produktion oder für den Handel erforderlich sind und entsprechende Kosten verursachen, z.B. Personalkosten, Wareneinkauf, Kosten für Rohstoffe und Werkstoffe, aber auch die Einräumung von Zahlungszielen gegenüber Kunden. Mit Hilfe eines Betriebsmittelkredites (zum Beispiel eines Kontokorrentkredites) werden diese Kosten vorfinanziert. Sinnvoll ist es, einen ständig benötigten „Grundstock“ an Betriebsmitteln zumindest mittelfristig, besser langfristig zu finanzieren, um so die Liquidität zu verbessern.

BGB

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ist das bedeutendste deutsche Gesetz auf dem Gebiet des Privatrechts. Es ist in fünf Bücher, einen allgemeinen Teil, das Schuldrecht, das Sachenrecht, das Familienrecht und das Erbrecht unterteilt

Bilanz

Gegenüberstellung der Vermögensgegenstände und der Schulden einer Unternehmung zu einem bestimmten Stichtag in Kontenform. Auf der linken Seite werden die Aktiva oder Vermögenswerte und auf der rechten Seite die Passiva oder Schuldenbestände aufgeführt.

Bonität

Der Begriff Bonität drückt die Eigenschaft eines Unternehmens aus, zahlungsfähig zu sein. Die Bonität einer Person oder einer Firma prüft zum Beispiel eine Bank, bevor sie Kredite vergibt, um sicher zu gehen, dass ein Unternehmer jederzeit dazu in der Lage ist, vollständig und termingerecht der Tilgung und den Zinszahlungen seiner Kredite nachkom- men zu können. Gleiches gilt für einen Unter- nehmer, der seinem Kunden Produkte anbietet: Er überprüft die Bonität seines Kunden, um zu erfahren, ob dieser später seine Rechnungen überhaupt begleichen kann.

Break-Even-Point

Wichtige Größe bei der Umsatz- und Finanzplanung. Der Break-Even-Point markiert den Zeitpunkt, an dem alle betrieblichen Kosten durch den erwirtschafteten Umsatz gedeckt werden und das Unternehmen beginnt, „schwarze Zahlen“ zu schreiben. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Gewinnphase des Unternehmens.

Bruttolöhne und -gehälter

Alle Geld- und Sachleistungen an die Arbeitnehmer in der Lohn- und Gehaltsliste für die im Berichtszeitraum erbrachte Arbeit, unabhängig davon, ob es sich um Stunden-, Stück- oder Akkordlohn, regelmäßige oder unregelmäßige Zahlungen handelt. Dazu gehören auch Sondervergütungen, Prämien, Gratifikationen, Abfindungen, Zulagen und Provisionen sowie alle Steuern und Sozialbeiträge, die vom Arbeitnehmer zu entrichten sind und vom Arbeitgeber einbehalten werden. Hierher gehören nicht die Arbeitgebersozialbeiträge und die Vorleistungsaufwendungen für Leiharbeitnehmer.

Buchwert

Vermögens- und Schuldteile in einer Bilanz, bewertet nach den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, korrigiert um Abschreibungen und Zuschreibungen. Wird häufig auch als Restwert bezeichnet

Bürgschaftskredit

Jedes Kreditinstitut verlangt bankübliche Sicherheiten für die Gewährung eines Kredites. Mangelt es beim Kreditnehmer an ausreichenden Sicherheiten, können Bürgschaften weiterhelfen. Öffentlich geförderte Bürgschaftsbanken in allen Bundesländern sichern Kredite mit einer Bürgschaft von maximal 1 Million Euro ab

Businessplan

Der Businessplan ist eine strukturierte und detaillierte Beschreibung der Geschäftsidee. Mehr...

Mentor-Service