Glossar | Buchstabe - L -

Leasing

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als „Mieten“ oder „Vermieten“ von Investitionsgütern oder lang- lebigen Wirtschaftsgütern.Charakteristisch für das Leasing ist: Der Leasinggeber, der das Leasingobjekt vermietet, bleibt juristischer und wirtschaftlicher Eigentümer des Objekts. Einer der Unterschiede zwischen „klassischer“ Miete und Leasingist, dass dem „Mieter“ bzw. Nutzer des Leasingobjekts (Leasingnehmer) beim Leasing Rechte, Risiken und Pflichten, die bei „traditioneller Miete“ üblicherweise der Vermieter trägt, übertragen werden. So haftet der Leasingnehmer für Beschädigungen und ggf. für den Ausfall des Produkts. Er muss Reparaturen ausführen und das Objekt instand halten. Es gibt heutzutage zwei Formen von Leasinggebern: „herstellerabhängige und „herstellerunabhängige“. Im ersten Fall vermietet der Produzent seine Objekte über eine eigene Leasinggesellschaft (heute gerade bei Autos beliebt). Im zweiten Fall übernehmen dies unabhängige Leasinggesellschaften oder auch Kreditinstitute, die wiederum eigene Leasinggesellschaften haben.

Limited

Eine Limited (Ltd.) wird nach britischem Gesellschaftsrecht in das dortige Register eingetragen. Anschließend wird für die Gesellschaft nach britischem Recht eine Betriebsstätte in Deutschland gegründet. So weit das grobe Verfahren. Besonderheit: für die Limited ist kein gesetzliches Mindestkapital vorgeschrieben. Die Limited ist zwar wie die GmbH eine Kapitalgesellschaft, während sich aber das Mindestkapital für die GmbH auf 25.000,00 Euro beläuft, ist für die Gründung der Limited grundsätzlich kein gesetzliches Mindestkapital vorgeschrieben. Die Limited ist nicht mit der deutschen GmbH gleichzusetzen, es bestehen erhebliche Unterschiede. Die Gründung einer Limited birgt gravierende Risiken, zum Beispiel höhere Kosten für die Eintragung ins Handels­register, zusätzliche Informations­pflichten oder das Problem, zwei Rechtsordnungen unterworfen zu sein. Das Problem, dass Kreditinstitute und oft auch Lieferanten Sicherheiten verlangen, wird durch diese Rechtsform wegen fehlender Kapitalausstattung eher noch verschärft.. Eine Limited-Gründung muss also gut überlegt sein. Bei einer zu oberflächli­chen Prüfung werden Pflichten übersehen, die sowohl empfindliche finanzielle als auch rechtliche Folgen nach sich ziehen. Wer den Schritt der Gründung einer Limited wagen möchte, sollte sich jedenfalls genau informieren. Hierfür stehen neben den Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland auch die Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) zur Verfügung, im Hinblick auf die Limited insbesondere die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer in London, im Internet präsent unter www.ahk-london.co.uk.

Liquidität

Unter Liquidität versteht man die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Vereinfacht ausgedrückt: Liquidität ist die „Zahlungsfähigkeit“ des Unternehmens. Dabei spielt der Faktor Zeit eine besondere Rolle: Ein Unternehmen, das zwar mit einem hohen Zahlungseingang rechnen, jedoch die aktuell fälligen Zahlungsverpflichtungen wie z.B. Löhne oder Steuern nicht bezahlen kann, ist zunächst von der Zahlungsunfähigkeit und somit vom Aus bedroht, selbst wenn es durch Einnahmen nur vier Wochen später über ausreichende flüssige (liquide) Zahlungsmittel verfügen würde. Unabdingbare Voraussetzung für die Liquidität eines jeden Unternehmers ist die exakte Planung sowie Kontrolle sämtlicher im Betrieb anfallender Ein- und Ausgaben. Jeder Unternehmer sollte die zu erwartenden Geldströme – geordnet nach deren Zahlungsterminen - immer im Blick. Liquiditätsplanung und -sicherung ist Fleißarbeit und Chefsache.

Liquiditätsrechnung

Neben dem Kaptialbedarfsplan sollte das Gründungskonzept auch eine Abschätzung Ihrer Liquidität beinhalten: Die voraussichtlichen Einnahmen des Unternehmens werden den voraussichtlichen Ausgaben gegenübergestellt. Aus der Differenz ergibt sich der monatliche Überschuß oder der Fehlbetrag, der dann auch auf Ihren zukünftigen Kapitalbedarf rückschließen läßt.

Liquiditätssaldo

Der Liquiditätssaldo besteht aus Einlagen der Nichtbanken bei Kreditinstituten abzüglich der Kredite der Kreditinstute an Nichtbanken. Der Liquiditätssaldo besteht andererseits aus der Mindestreserve und den freien Liquiditätsreserven der Kreditinstute. Der Liquiditätssaldo umfasst die Bestände an aktuellem und potentiellem Zentralbankgeld.

Lohnquote

Verhältnis der Bruttolohn- und -gehaltsumme zur Gesamtleistung, in vH.

Lohnsteuer

Durch die Lohnsteuer werden Ihre Arbeitnehmer wirtschaftlich belastet, Sie haften gegenüber dem Finanzamt. Von ihrem Charakter her ist die Lohnsteuer nur eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer. Die Lohnsteuer ist jeweils zum 10. des Folgemonats gegenüber dem Finanzamt anzumelden und gleichzeitig zu zahlen.

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