Glossar | Buchstabe - P -

Patente und andere Schutzrechte

Erfindungen und Ideen für Produkte, Verfahren oder Leistungen sind unersetzliches Kapital für jedes Unternehmen, sowohl für Existenzgründer,als auch für bestehende Unternehmen. Wer etwas Besonderes anzubieten hat, hat damit einen erheblichen Wettbewerbsvorteil vor der Konkurrenz. Das gilt nicht nur für Produkte oder Leistungen: Es fängt schon beim Namen für das neue Unternehmen an! Diesen Wettbewerbsvorteil kann man sicher stellen: durch Schutzrechte, die man für eigene Ideen anmeldet, oder durch die Nutzung fremder Erfindungen gegen Lizenz. Dabei gibt es mehrere Schutzarten für Verfahren, Produkte oder auch für Dienstleistungen: Patente, Gebrauchsmuster, Marken, Geschmacksmuster. Schutzrechte werden in der Regel beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Je nachdem, für welchen Raum der Schutz gelten soll, kommt auch eine Anmeldung beim Europäischen Patentamt, dem Europäischen Markenamt oder bei anderen ausländischen Ämtern in Betracht. Vor allem wegen der ggf. notwendigen Überseztzungen aller Unterlagen ist dies allerding relatiiv teuer

Personalaufwand

Bruttolohn- und -gehaltsumme zuzüglich Arbeitgebersozialbeiträge (jeweils gemäß Finanzbuchhaltung).

Personalkosten

Personalaufwand (gemäß Finanzbuchhaltung) plus Kalkulatorische Unternehmerlohnsumme (aus der Betriebsergebnisrechnung).

Personalnebenkosten

Personalkosten bestehen aus den Kosten für Gehälter und Löhne, die als Lohnkosten bezeichnet werden, zudem aus den Kosten für soziale Aufwendungen, sowie aus den Personalnebenkosten wie zum Beispiel Entgeltfortzahlungen oder Fortbildungsmaß- nahmen. Personalkosten beziehen sich außerdem immer auf einen Arbeitnehmer und einen bestimmten Zeitraum. Zu den Personalkosten gehören Zahlungen von Versicherungsbeiträgen an Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- oder Unfallkassen. Diese Kosten werden meist geteilt, wobei nur der Anteil, den der Arbeitgeber zu zahlen hat, den Personalkosten angerechnet wird. In Dienstleistungsbereichen machen Personalkosten üblicherweise 80 % der Kosten aus. Häufig sind Personalkosten kurzfristig kaum zu beeinflussen, weshalb Personalkosten bei der Planung von Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.

Personenbeförderung

Zur entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen im Linien oder Gelegenheitsverkehr wird eine Genehmigung der Verkehrsbehörde benötigt. Die Erlaubniserteilung setzt die persönliche Zuverlässigkeit des Antragstellers und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit voraus. Zusätzlich wird der Nachweis der fachlichen Eignung verlangt.Der Eignungsnachweis kann durch Ablegen einer Fachkundeprüfung vor der IHK, durch eine mehrjährige leitende Tätigkeit in einem Unternehmen des Personenbeförderungsgewerbes oder durch den Abschluss anerkannter Studiengänge und Berufsausbildungen nachgewiesen werden.

Personengesellschaft

Zusammenschluss mehrerer Personen zu einer Gesellschaft zur Verfolgung eines gemeinsames Zweckes. Besondere Merkmale sind: zum Teil persönliche Haftung der Gesellschafter für Schulden, Übertragbarkeit und Vererblichkeit der Mitgliedschaft nur mit Zustimmung der anderen Gesellschafter und die fehlende Rechtsfähigkeit der Personengesellschaft. Mehr...

POS

Point of Sale = Verkaufsort

Preisangabenverordnung

Neben dem Endpreis einer Ware muss im Einzelhandel auch der Preis für eine bestimmte Menge zum Beispiel für ein Kilogramm oder einen Liter angegeben werden. Mit Hilfe dieses „Grundpreises“ kann der Verbraucher die Preise von Waren besser vergleichen. Diese Pflicht zur Angabe der verbrauchsabhängigen und -unabhängigen Preise gilt auch für Elektrizität, Gas, Fernwärme und Wasser. Im Online-Handel müssen die Preise für Endverbraucher inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer genannt werden. Die Nennung von Nettopreisen ist nur gegenüber Gewerbetreibenden zulässig.

Preisbildung

Eine genaue Preiskalkulation orientiert sich an drei wichtigen Einsichten: Grundsatz: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Kostenpreise: Der Preis soll so hoch sein, dass ein Umsatz erzielt werden kann, der die Kosten deckt und Gewinn erwirtschaftet. Marktpreise: Der Preis soll konkurrenzfähig sein.

Preisdifferenzierung

Preisdifferenzierung bedeutet, dass ein und dasselbe Produkt zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird. Voraussetzung für eine wirkungsvolle Preisdifferenzierung ist, dass sich die verschiedenen Käuferschichten trennen lassen. Mehr...

Preispolitik

Im Rahmen der Preispolitik eines Unternehmens geht es darum, den richtigen Preis für das Produkt oder die Dienstleistung zu finden und aktuellen internen oder externen Anforderungen anzupassen. Die erstmalige Festsetzung eines Preises ist insbesondere bei Neuprodukten und beim generellen Marktneueintritt notwendig. Preisänderungen werden meistens durch Nachfrage- und Kostenänderungen sowie durch Konkurrenzangebote initiiert. Auf Basis einer fundierten innerbetrieblichen Kalkulation muss zunächst der Kostenpreis ermittelt werden. Im Anschluss daran stellt sich die Frage: Ist dieser Preis am Markt überhaupt durchsetzbar? Dazu müssen folgende Fragen geklärt werden: - Wie ist der Preis, den die Konkurrenz für das gleiche oder ein ähnliches Produkt verlangt? - Welcher Konkurrent hat den höchsten und welcher den niedrigsten Preis und welche jeweiligen Unterscheidungsmerkmale sind vorhanden? Bei der Preisfindung spielen betriebswirtschaftliche und marktrelevante Aspekte die entscheidende Rolle. Preispolitische Maßnahmen haben in der Regel direkte Auswirkungen auf die Umsatz- und Absatzsituation eines Unternehmens. Langfristiges Ziel eines Unternehmens muss es jedoch sein, dass der Marktpreis über dem betriebswirtschaftlich ermittelten Preis liegt. Zur Preispolitik gehören auch die Rabatt- und Absatzkreditpolitik sowie die Lieferungs- und Zahlungsbedingungen.

Produktive Arbeitsstunden

Als produktive (auch: effektive) Arbeitsstunden bezeichnet man die Anzahl der Stunden im Jahr, die ein Unternehmen allein für die Erbringung von Dienstleistungen bzw. die Herstellung von Produkten arbeitet. Die produktiven Arbeitsstunden sind geringer als die gesamten Stunden, die in einem Jahr nach Abzug von Wochenenden, Feier-, Urlaubs-, und Krankheitstagen anfallen, denn nicht alle Anwesenheitsstunden des Jahres werden der reinen Erbringung der Dienstleistungen bzw. der Herstellung der Produkte gewidmet: So werden zum Beispiel auch für den Einkauf oder das Ausladen von Material, für Mitarbeitergespräche, Aufräumarbeiten etc. Stunden verbraucht, die nicht zu den produktiven Arbeitsstunden gezählt werden.

Produktlebenszyklus

Der Weg eines Produktes oder Stoffes von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Einzelne Lebenszyklusstufen sind: Rohstoffgewinnung, Vorproduktion, Produktion, Gebrauch, Entsorgung, Recycling sowie die Transporte zwischen den einzelnen Stufen.

Produktpolitik

Zentrale Elemente eines Marketingplans sind Preis- und Sortimentsgestaltung, die thematisch engmiteinander verbunden sind. Das Leistungsangebot des Unternehmens, ob Produkt oder Dienstleistung, sollte eine Marktnische besetzen, so dass gegenüber der Konkurrenz kein Verdrängungswettbewerb notwendig ist. Ein besonderer Wettbewerbsvorteil ergibt sich immer dann, wenn das Leistungsangebot sich durch ein spezielles „Alleinstellungsmerkmal“ auszeichnet, das insbesondere die Kundenbedürfnisse trifft und sich deutlich von Wettbewerbsangeboten abhebt. Das Produkt- und Leistungsprogramm eines Unternehmens gilt es kontinuierlich im Sinne von Kundenorientierung zu überprüfen.

Mentor-Service