Glossar | Buchstabe - R -

Rabatt

Ein Rabatt ist ein Preisnachlass, der zu einem bestimmten Prozentsatz unter bestimmten Bedingungen gewährt wird. So kann beispielsweise Rabatt erhalten, wer eine bestimmte (große) Menge eines Produkts bestellt oder regelmäßig und dauerhaft Produkte von einem Unternehmen bezieht. Dieser mögliche Rabatt wird bei der Kalkulation des Produktpreises berücksichtigt und der Preis entsprechend höher angesetzt.

Rating

Mit Rating ist die Beurteilung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Fähigkeit eines Kreditnehmers gemeint, seinen Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen. Bei einem Rating macht die Bank oder eine Rating-Agentur eine Bestandsaufnahme der Gesamtsituation eines Unternehmens.Resultat ist eine Art Gutachten über seine Kreditwürdigkeit. Dieses Gutachten ermöglicht einzuschätzen, welche Gefahren dem Unternehmen drohen (zum Beispiel Umsatzeinbußen) und ob es Probleme bekommen wird, seine Kredite zurückzuzahlen. In einer Gesamtnote wird die Wahrscheinlichkeit (Ausfallrate) ermittelt, mit der das entliehene Geld für die Bank verloren gehen könnte. Je nachdem, wie diese Ausfallrate ausfällt, d.h. wie hoch das Risiko für das Kreditinstitut ist, fallen auch die Konditionen (Zinsen) für Kredite aus. Das bedeutet: hohes Risiko = hohe Zinsen und umgekehrt. Das Risiko steigt übrigens mit der Laufzeit des Kredits: auch dadurch können die Zinsen steigen.Es wird für jedes Unternehmen deshalb darauf ankommen, bei einem Rating gegenüber Bank oder Sparkasse im bestmöglichen Licht zu erscheinen. Generell gilt: Aus einem Rating-Urteil lassen sich immer wichtige Hinweise darüber gewinnen,in welcher Situation sich das Unternehmen befindet, konkret: welche Stärken und Schwächen es hat. Das Rating bietet dem Unternehmen damit immer auch einen fundierten „Check“, der hilft, Risiken frühzeitig zuerkennen und verborgene Potenziale zu nutzen

Rechnungsstellung

Ein Unternehmer, der umsatzsteuerpflichtige Umsätze tätigt, ist berechtigt bzw. auf Verlangen des belieferten Unternehmers verpflichtet, Rechnungen auszustellen. Für den Leistungsempfänger ist eine Rechnung insbesondere deshalb von Bedeutung, weil er nur dann die darin ausgewiesene Steuer als Vorsteuer abziehen kann. Die Rechnung muss folgenden Inhalt haben: - Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmens - Vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers - Ausstellungsdatum - Fortlaufende Rechnungsnummer - Umsatzsteueridentifikationsnummer - Menge und Bezeichnung des Gegenstands - Art und Umfang der sonstigen Leistung - Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung - das Entgelt - den auf das Entgelt entfallenden, gesondert auszuweisenden Steuerbetrag Im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts, z.B. Skonti, Boni, Rabatte, soweit diese nicht bereits im Entgelt berücksichtigt sind nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt.

Rechtsform

Eine der grundlegenden Fragen bei der Unternehmensgründung ist die nach der optimalen Rechtsform. Wesentliche Kriterien für die Wahl der Rechtsform können beispielsweise sein: - das branchenspezifische Haftungsrisiko und das Bedürfnis, Privat- und Geschäftsvermögen zu trennen - der Gründungs- und Kapitalaufwand - organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten - gewerbliche oder freiberufliche Geschäftstätigkeit - Dauer der Unternehmung - Steuern

Rentabilität

Als Rentabilität bezeichnet man die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Eine Unternehmung, die rentabel ist, verzeichnet nicht nur genügen Umsatz, um die angefallenen Kosten zu decken, sondern erzielt darüber hinaus auch einen ausreichenden Gewinn.

Risikokapital, auch Venture Capital

Ein Unternehmen, eine Bank oder eine Beteiligungsgesellschaft stellt Ihnen Kapital zur Verfügung, obwohl Sie keine ausreichenden Kreditsicherheiten vorweisen können. Grundlage sind allein die geschätzten Ertragschancen des zu finanzierenden Objekts.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Als Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe bezeichnet man alle Materialien, die bei der Herstellung eines Produkts / der Erbringung einer Leistung verbraucht werden. Die Rohstoffe bezeichnen dabei Bestandteile, aus denen ein Produkt hauptsächlich besteht oder das für die Erbringung einer Dienstleistung im Wesentlichen gebraucht wurde. Bei einem Tischlereibetrieb zum Beispiel würde Holz unter die Rohstoffe fallen. Die Hilfsstoffe sind die Nebenbestandteile eines Produkts. Dazu gehören im Fall einer Tischlerei z.B. Nägel, Schrauben, Garn, Leim etc. Die Betriebsstoffe umfassen alle Materialien, die am eigentlichen Prozess der Herstellung beteiligt sind und dort verbraucht werden, zum Beispiel Benzin, Öl, ... (Schmier-, Brenn- oder Reinigungsstoffe) für Maschinen, Apparate usw.

Rohertrag

Der Rohertrag umfasst die Gesamtleistung abzüglich Vorleistungen. Er kennzeichnet die gesamte (Brutto-) Wertschöpfung des Unternehmen.

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