Glossar | Buchstabe - S -

Sacheinlage

Sacheinlage ist die Bezeichnung für die Einlage von Sachwerten und Rechten, die der Gesellschafter in eine Gesellschaft einbringt. Maßgebend ist die Höhe des Geschäftsanteils des Gesellschafters.

Sachinvestitionen

Unter Sachinvestitionen versteht man Ausgaben, Anschaffungen und Aufwendungen für Güter des Anlagevermögens inklusive des ersten eisernen Warenbestandes. Zu den Anlageinvestitionen zählen Grunderwerb, Gebäude- bzw. Baukosten, Maschinen und Geräte, Einrichtungen und Ausstattungen sowie Betriebsfahrzeuge.

Schufa

Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, eine Gemeinschafts- einrichtung der kreditgebenden Wirtschaft (v.a. Banken, Sparkassen, Einzelhandels- unternehmen). Sie ist eine Gesellschaft, die Daten über Kredite und Bürgschaften sammelt und sie Kreditinstituten auf Anfrage zur Verfügung stellt. So kann z.B. eine Bank feststellen, ob ein Kunde seinen bisherigen Kreditverpflichtungen nachgekommen ist und erneut kreditwürdig ist. Banken melden die Beantragung von Krediten und Bürgschaften ebenso wie die Aufnahme und Abwicklung von Krediten (bis zu 5.000 Euro) an die Schufa. Daten bleiben bis zur Rückzahlung gespeichert und werden nach drei Jahren gelöscht. Information und Auskunft erteilt Ihr Kreditinstitut. So können Sie erfahren, ob Eintragungen über Sie existieren.

Skonto

Skonto ist der prozentuale Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag (in Brutto) bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist. Durch die Möglichkeit eines Skonto-Abzugs sollen Kunden dazu veranlasst werden, die erhaltene Ware oder Dienstleistung schneller zu bezahlen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen insbesondere Miet- und Pachterträge sowie Honorare für Patente, Warenzeichen und Lizenzen. Hierher gehören auch in Vorjahren bereits abgeschriebene Forderungen, die doch noch eingehen. Nicht hierher gehören Erträge aus Beteiligungen, aus Wertpapieren, Zinserträge und andere finanzielle Erträge.

Sortimentsbreite

Wie breit ein Sortiment ist, hängt proportional davon ab, wieviele verschiedene Warengruppen (grundsätzlich verschiedene Produkte) geführt werden. Bei einem Gemischtwarenladen kann von einem sehr breiten Sortiment gesprochen werden, denn dort gibt es zum Beispiel Lebensmittel, Tabakwaren, Büro- und Drogerieartikel. Dafür ist das Sortiment dort aber nicht sehr tief, denn man bekommt nur eine sehr geringe oder gar keine Auswahl von dem einzelnen Artikel. Zum Beispiel nur eine Sorte Butter, Milch, Sekt, Pflegecreme etc.

Sortimentstiefe

Wie tief ein Sortiment ist, hängt davon ab, wieviele Varianten von einem Artikel angeboten werden. Bei einem Supermarkt kann von einem tiefen Sortiment gesprochen werden, da es von den Artikeln viele verschiedene Ausführungen gibt. Zum Beispiel Milch mit verschieden Fettgehalten, in verschiedenen Größen etc.; in einem Computerfachgeschäft werden Notebooks mit den unterschiedlichsten Ausstattungsmerkmalen geführt.

Sozialversicherung

Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst fünf Versicherungszweige: die Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung. Als Unternehmer sind Sie für die pünktliche Abführung der Beiträge verantwortlich und haftbar – und zwar sowohl für den Arbeitgeber- wie auch den Arbeitnehmeranteil.

Standortfaktoren

Zu jedem Standort gehört zum einen das Umfeld und zum anderen der eigentliche Betriebsort. Der Betriebsort umfasst das betreffende Grundstück und die Betriebsräume mit ihren Eigenheiten. Das Umfeld ist das weitere Einzugsgebiet, also die Straße, das Stadtviertel, eine bestimmte Stadt etc. Beide müssen bei der Standortsuche nach bestimmten Kriterien bewertet werden. Dabei sollte zwischen so genannten harten und weichen Standortfaktoren unterschieden werden. Harte Standortfaktoren (zum Beispiel Verkehrsanbindung, Zustand des Betriebsgebäudes, Mietkosten, Höhe der Gewerbesteuer, Kundenpotenzial, Anzahl der Wettbewerber) lassen sich in Daten und Zahlen wiedergeben und haben messbaren Einfluss auf die Unternehmenstätigkeit. Weiche Standortfaktoren (zum Beispiel Wohnumfeld, Umweltqualität, Freizeitwert, Image der Kommune) sind dagegen schwer messbar und haben in der Regel weniger Einfluss auf die konkrete Unternehmenstätigkeit. Sie können aber eine wichtige Rolle für die Arbeitsmotivation und Verfügbarkeit von Arbeitskräften spielen. Sie bestimmen vor allem das Umfeld des Unternehmens.

Standortwahl

Die Entscheidung für oder gegen einen Standort berührt alle wichtigen Faktoren eines Unternehmenskonzepts: Kunden, Lieferanten, Konkurrenz, Arbeitskräfte, Kosten, Verkehrsanbindungen, Infrastruktur etc. Das bedeutet: Man muss einen Standort finden, der das Konzept und die Zielsetzung des Unternehmens am besten unterstützt. Dafür sollte jeder Existenzgründer herausarbeiten, welche Bedeutung "sein" Standort für den Unternehmenserfolg hat. Vielen Unternehmen ist zum Verhängnis geworden, am einmal gewählten Standort festzuhalten: wenn sich zum Beispiel die Verkehrsanbindung ändert, die Wohnqualität eines Viertels sinkt oder entscheidende Zuliefererstrukturen wegbrechen. Auch bei Unternehmenserweiterungen ist es nicht immer der vielleicht vor Jahrzehnten gewählte Standort, der den größtmöglichen betriebswirtschaftlichen Erfolg verspricht. Und bei jeder größeren anstehenden Investition muss sich der Unternehmer die Standortfrage neu stellen und betriebswirtschaftlich eindeutig mit "Ja" beantworten können.

StartGeld

Das StartGeld greift Existenzgründerinnen und -gründern mit einem vergleichsweise geringem Kapitalbedarf unter die Arme. Der Gesamtkapitalbedarf einschließlich der Betriebsmitteldarf dabei nicht mehr als 100.000 € betragen. Bis zu dieser Höhe kann das langlaufende Darlehen beantragt werden,auch wenn Eigenmittel und Kreditsicherheiten nicht vorhanden sind. Das Förderdarlehen muss über die Hausbank bei der KfW Mittelstandsbank beantragt werden.

stiller Gesellschafter

Der stille Gesellschafter ist nicht nach außen, also im Geschäftsverkehr, bekannt, da er weder im Handelsregister eingetragen wird, noch in der Firma in Erscheinung tritt. Ein Unternehmer, der längerfristigen Finanzbedarf hat und diesen nicht über eine Bank befriedigen kann oder will, kann somit gegen lukrative Verzinsung einen stillen Partner suchen. Bei einer Kreditfinanzierung fallen Zinsen unabhängig von der Gewinnsituation an, der stille Gesellschafter erhält hingegen nur bei positivem Ergebnis einen Gewinnanteil. Der typische stille Gesellschafter erhält nur einen Gewinnanteil, ist jedoch nicht am Wert des Unternehmens oder an den stillen Reserven beteiligt.

Stundensatz

Ausgangspunkt der Kalkulation der Stundenverrechnungssatz. Dieser wird berechnet, indem man alle im Unternehmen anfallenden Kosten (außer Materialkosten, die gesondert eingerechnet werden) zusammenrechnet: Personal- und Raumkosten, sonstige betriebliche Aufwendungen, Zinsen etc. Zu berücksichtigen sind auch der Unternehmerlohn, die Mietkosten für eigengenutzte Räumlichkeiten und die (angenommenen) Zinsen für das eingesetzte Eigenkapital. Diese Kosten werden dann durch die „fakturierfähigen“ Stunden (die für die Arbeitsleistung als Arbeitszeit angerechnet werden können) geteilt.

Subventionen

Zu den Subventionen zählen sowohl die direkt mit dem Umsatz zusammen- hängenden Subventionen, z.B. Ausfuhrerstattungen beim Verkauf von Erzeugnissen in Nicht-EU-Staaten, als auch sonstige, mit der Geschäftstätigkeit zusammenhängende Subventionen, z.B. für betriebliche Maßnahmen im Umweltschutz. Hierher gehören auch von den Arbeitsämtern gezahlte Zuschüsse zu den Personalkosten, aber nicht Steuererleichterungen und Investitionszuschüsse.

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