Glossar | Buchstabe - V -

Verbindlichkeit

Eine Verbindlichkeit ist eine offene, also noch nicht bezahlte Rechnung für Waren oder Leistungen, die man erhalten hat (Geldverpflichtung). Gegenteil: Forderung.

Vergnügungsteuer

Die Vergnügungsteuer ist eine örtliche Steuer. Besteuert werden die in den Gemeinden veranstalteten Vergnügungen, die in den jeweiligen Gesetzen aufgeführt sind; dazu gehören vor allem Tanzveranstaltungen, Filmvorführungen und der Betrieb von Spiel- und Unterhaltungsapparaten. Steuerschuldner ist der Veranstalter bzw. der Halter der Spiel- und Unterhaltungsapparate. Als Steuermaßstab dienen entweder Preis und Zahl der ausgegebenen Eintrittskarten oder Pauschbeträge, die nach typischen Merkmalen ermittelt werden, wie zum Beispiel bei Veranstaltungen nach der Raumgröße oder bei Spiel- und Unterhaltungsapparaten nach dem Anschaffungspreis der Geräte, wobei regelmäßig Mindestbeträge je Gerät festgesetzt sind. Zusätzlich wird nach Geräten mit und ohne Gewinnmöglichkeit sowie nach Standorten der Geräte (in Spielhallen oder an sonstigen Standorten) unterschieden. Rechtsgrundlage sind die Kommunalabgabengesetze bzw. die Vergnügungsteuergesetze der Länder und entsprechende Ortssatzungen, zum Teil spezielle Gesetze (zum Beispiel Spielautomatensteuer). Die Steuer wird von Gemeinden erhoben, denen auch das Aufkommen zufließt.

Verkaufsfläche

Als Verkaufsfläche wird die Fläche definiert, die für den Kunden begehbar ist und dem Ziel dient, Verkaufsabschlüsse zu fördern.

Dazu gehören: der Eingangsbereich mit der entsprechenden Kundenlauffläche, Standflächen für Einrichtungsgegenstände, Auslage- und Ausstellungsfläche (soweit sie dem Kunden zugänglich ist), Schaufenster, soweit sie dem Kunden zugänglich sind, die Fläche von Bedientheken und dahinter liegenden Warenträgern (ohne die dazwischen liegende Lauffläche der Verkäufer), Umkleidekabinen, dem Kunden zugängliche Gänge, die Kassenzone, der Bereich nach der Kassenzone („Pack- und Entsorgungszone“), Windfänge und reiverkaufsflächen, die dem Kunden zugänglich sind und nicht nur vorübergehend genutzt werden.

Vertrieb

Nicht alle Unternehmen verkaufen Ihre Produkte oder Dienstleistungen direkt an den Endkunden. Häufig benötigt man auch so genannte Absatzmittler. Bei diesem indirekten Vertrieb müssen Absatzmittler (u.a. Einzelhandel, Großhandel) nach den unternehmensspezifischen Bedürfnissen ausgewählt werden. Im Bereich „Außendienst“ besteht die Wahlmöglichkeit zwischen Handelsvertretern, die selbständige Gewerbetreibende sind, oder Reisenden im Angestelltenverhältnis. Bei der Logistik sind Entscheidungen über Transportwege, Transportmittel und Transporttarife, aber auch über die Lagerhaltung zu treffen.

Vertriebspolitik

Die Vertriebspolitik ist ein Teilgebiet der Distributionspolitik. Sie bezieht sich auf die Entscheidungen, die im Zusammenhang mit dem Weg eines Produktes zum Endverbraucher stehen. Mehr...

Vorleistungen

Zu den Vorleistungen zählen: Materialverbrauch, Einsatz an Handelsware, Kosten für Lohnarbeiten, Kosten für sonstige industrielle / handwerkliche Dienstleistungen, Kosten für Leiharbeitnehmer, Mieten und Pachten, Sonstige Kosten. Letztere umfassen z.B. Werbekosten, Reisekosten, Versicherungsbeiträge, Bankspesen und Beiträge zu Kammern und Verbänden, aber nicht kalkulatorische Kosten.

Vorsteuerabzug

siehe Umsatzsteuervoranmeldung

Vorsteuersatz

Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer können die ihnen in Rechnung gestellten Mehrwertsteuer-(Vorsteuer-)beträge von der vereinnahmten Mehrwertsteuer abziehen. Das gilt auch für so genannte "Kleinunternehmer" (Umsatz im Vorjahr nicht mehr als 16 620 EUR, im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50 000 EUR), die auf Wunsch zur Umsatzsteuer optieren. In der monatlich oder vierteljährlich beim Finanzamt einzureichenden Umsatzsteuer-Voranmeldung wird der gegenzurechnende Vorsteuerbetrag aufgeschlüsselt und in Abzug gebracht.

Mentor-Service