Aktuelles | Finanzdienstleistungssektor

IHKs ab 2013 Erlaubnisbehörde für Makler und Finanzanlagevermittler
Der Bund hat den Berufszugang für einige Branchen neu geregelt, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders betroffen sind. Ab 1. Januar 2013 unterliegen Anlageberater und gewerbliche Vermittler von Investment- oder sonstigen offenen Fonds, geschlossenen Fonds, Genossenschaftsanteilen und sonstigen Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Abs. 2 des Vermögensanlagengesetzes einer erweiterten Erlaubnispflicht. Der Gesetzgeber will den Anlegerschutz durch höhere Anforderungen an den Vertrieb von Finanzanlagen stärken. Hierzu gehört künftig der Nachweis spezieller Sachkunde und eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung, um überhaupt gewerblich vermitteln zu dürfen. Darüber hinaus besteht die Pflicht, Provisionen offen zu legen sowie über die Beratungsgespräche ein Protokoll zu führen. Ab 2013 ist die IHK ebenfalls Erlaubnisbehörde für alle Gewerbetreibenden, die als Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger und Baubetreuer tätig sind. Zuvor waren dafür die Kommunen zuständig. Ziel der Neuregelung ist eine klarere Teilung der Zuständigkeiten zwischen Kommunen und IHK.

In Schleswig-Holstein wird die Erlaubniserteilung und Registrierung für alle genannten Dienstleistungsbranchen von den Industrie- und Handelskammern in Flensburg, Kiel und Lübeck jeweils für ihren Bezirk durchgeführt. Die Sachkundeprüfung für die Anlageberater  bietet die IHK zu Kiel zentral für Schleswig-Holstein an. Die Formulare für die Antragstellung stehen ab sofort zum Download bereit ( §34c, Abs.1 Gewerbeordnung und §34f Gewerbeordnung )

BaFin: Neue Erlaubnispflicht für Anlageberater
Seit dem 1. November 2007 gelten neue Regelungen für Anlageberater. Berater, die ausschließlich zum Kauf oder Verkauf von Investmentfondsanteilen Empfehlungen abgeben, unterliegen der Erlaubnispflicht nach § 34 c Abs. 1 Nr. 3 GewO beim zuständigen Gewerbeamt bzw. dem jeweiligen Landratsamt. Berater, die hinsichtlich des Kaufs oder Verkaufs von sonstigen Finanzinstrumenten (z.B. Aktien, Zertifikaten, Geldmarktinstrumenten, Devisen oder sonstigen Wertpapieren) Empfehlungen abgeben, unterliegen der Aufsicht der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Dort muss auch die Erlaubnis beantragt werden.

Sachkundeprüfung "Versicherungsfachmann / -frau IHK"

Seit dem 22. Mai 2007 gelten die neuen Regelungen für Versicherungsvermittler. Versicherungsvermittler und Versicherungsberater benötigen eine entsprechende Erlaubnis. Diese muss bei der für den Vermittler zuständigen Industrie- und Handelskammer beantragt werden. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Erlaubnis ist der Nachweis der Sachkunde. Diese kann nachgewiesen werden durch eine entsprechende Berufsausbildung, Weiterbildung oder langjährige Berufserfahrung. Wer den Nachweis der Sachkundeprüfung nicht erbringen kann muss vor der IHK die Sachkundeprüfung zum/zur „Versicherungsfachmann/-frau IHK“ ablegen. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Prüfungsteil. Die schriftliche Prüfung erfolgt am Computer, der praktische Teil wird als Simulation eines Kundenberatungsgesprächs durchgeführt.
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Neue Regeln für Versicherungsvermittler
Durch die Umsetzung der Versicherungsvermittlerrichtlinie in deutsches Recht, kommen zahlreiche neue Pflichten und Aufgaben auf die Versicherungsvermittler, Versicherungsagenturen, die IHKs und den DIHK zu.
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Neuregelung von Fernabsatzverträgen
Die Anbieter von Finanz- und Versicherungsprodukten die Ihre Produkte auf dem Postwege, über Telefon, Fax oder E-Mail übersenden, sind zu umfassender Information verpflichtet. Den Vertragspartnern steht grundsätzlich - wie im Versandhandel - ein vierzehntägiges Widerrufsrecht zu. Eine wesentliche Änderung betrifft die Rücksendekosten bei Bestellungen über Internet, Fax, Post oder Telefon. Bei Widerruf können die Versandkosten bei der Rücksendung von Waren den Bestellern auferlegt werden, wenn der Preis der zurückzusendenden Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn bei einem höheren Preis die Besteller die Gegenleistung oder eine Teilzahlung zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht erbracht haben. Eine Belastung mit den Rücksendekosten ist aber ausgeschlossen, wenn die gelieferte Ware nicht der bestellten entspricht. Bitte beachten sie auch die Änderung der BGB-Informationspflichten-Verordnung. Danach muss der Unternehmer dem Verbraucher weitere Informationen wie Handelsregisternummer, Unternehmensvertreter etc. zur Verfügung stellen.


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Die Finanzwirtschaft im Zahlenspiegel
Der Gesamtverband der deutschen Versicherer bietet auf seinen Internetseiten regelmäßig aktuelles Zahlenmaterial und Statistiken zu den allen relevanten Bereichen der Finanzdienstleistungswirtschaft.
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