IT-Dienstleistungen | Ein Überblick


Eine Grafik (2)

Die Entwicklungstendenzen
In gut 77% aller bundesdeutscher Haushalte steht mittlerweile mindestens ein Personalcomputer, aus Unternehmen ist eine leistungsfähige EDV nicht mehr wegzudenken. Hardwareangebote zieren nicht mehr nur die Prospekte der Fachändler oder Elektronik-Discounter. Auch Foodspezialisten und Lebensmitteldiscounter werben seit einigen Jahren an dieser Front um potenzielle Kunden. Individuelle Beratung, Hilfestellungen bei Problemen oder Unterstützung bei der Konfiguration bleiben dabei jedoch häufig auf der Strecke. So gesehen besteht zweifelsfrei ein hoher Bedarf für PC-Experten. Auf- und Umrüsten der Anlagen, Vernetzung und Integration, Entwicklung von kompletten Haushaltslöungen, die Palette ließe sich beliebig erweitern. Je leistungsfähiger die Hardware wird, je größer das Angebot an Vernetzungsmöglichkeiten des gesamten Haushalts, je komplexer die Anforderungen an die Systeme, desto stärker wächst der Bedarf an PC- und Infrastrukturspezialisten, die auf Grund Ihrer Kompetenzen in der Lage sind, Problemstellungen in deutlich kürzer Zeit zu lösen, als dies der „normale“ Anwender tun könnte.

Dieser festgestellte Bedarf bedingt jedoch leider nicht zwingend eine erhöhte Nachfrage von bezahlten Dienstleistungen. Häufig existiert noch die vorherrschende Meinung, dass man das alles selbst in den Griff bekommt oder es wird eben mal der Nachbar um Hilfe gebeten. Die Einsicht, dass sich komplexe Problemstellungen eben nicht nebenbei lösen lassen, sondern ein hohes Maß an aktuellem Wissen und permanenter Weiterbildung erfordern und damit auch gewisse Kosten entstehen, hat sich in Hinblick auf fallende Hard- und Softwarepreise bislang noch nicht im Bewusstsein der User festgesetzt bzw. verankert. Notdienste werden eher selten in Anspruch genommen, Wartungsverträge sind im privaten Bereich so gut wie nicht existent.
  • Die Chancen und Risiken
Neben Privathaushalten haben gerade kleinere und mittelständische Unternehmen, die sich keine eigene DV-Abteilung leisten können großen Bedarf an individualisierten Lösungen, die beim PC- und Softwarekauf „von der Stange“ nur in den seltensten Fällen erfüllt werden können. Gerade hier steckt für den Bereich der IT-Dienstleistungen eine große Chance und ein enormes Potenzial an Möglichkeiten. Es müssen zum Beispiel nicht immer die Softwarelösungen der Markt beherrschenden Anbieter sein, auch kleine innovative und in der Regel deutlich kostengünstigere Softwareschmieden bieten mittlerweile fast alles an, was das Nutzerherz begehrt. Die derzeitige wirtschaftliche Situation sowie das Herunterfahren der Budgets für technische Innovationen und Systemlösungen lassen den Bereich der IT-Dienstleistungen trotz aller Chancen jedoch immer noch als Risikoexistenz erscheinen.
  • Das Gründerprofil
Das Berufsbild des EDV-Dienstleisters ist nicht gesetzlich geregelt bzw. geschützt, so dass man in dieser Sparte eine Vielzahl verschiedener Berufsgruppen finden kann. Diese reicht von Dipl.- Ingenieuren über Informatiker und Mathematiker hin zu Menschen mit vornehmlich kaufmännischer Berufsausbildung und Hintergrund (Kaufleute und  Betriebswirte). Es kann dabei ausgesprochen sinnvoll sein, sich nicht nur als „Einzelkämpfer“ zu positionieren, sondern die vielfältigen Aufgabenstellungen in einem Team von Fachleuten anzugehen. Der Anbieter von IT-Dienstleistungen benötigt ein hohes Maß an Beweglichkeit, die Bereitschaft des permanenten Lernens um somit stets auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklungen zu sein, um Kunden kompetent, problem- und lösungsorientiert beraten zu können.

(Quelle: IHK 24)

Mentor-Service